fem*tastisch; Foto: Christof "der Doss" HeinzSkandal: Frau mit Skalpel!

Dorothea Erxleben, die erste promovierte Ärztin in Deutschland, stirbt 1762 in Quedlinburg. Als Arzttochter wird sie 1715 geboren. Sie erhält eine für Frauen in dieser Zeit ungewöhnliche Bildung und Ausbildung. Ihr Vater unterrichtet Dorothea gemeinsam mit dem Bruder in Naturwissenschaften. Beide durchlaufen dieselbe Ausbildung in praktischer und theoretischer Medizin, nur der Zugang zur Hochschule und die Aufnahme eines Studiums bleibt ihr verwehrt. Erst mit Hilfe des Vaters und auf Geheiß Friedrich des Großen wird sie 1741 in Halle an der Universität zur Promotion zugelassen. Sie verzichtet jedoch vorerst auf diese Möglichkeit. Dorothea widmet sich ihrer Kinder und praktiziert als Ärztin in Quedlinburg. Ihre männlichen Kollegen beschimpfen sie als Dilletantin, wogegen sie sich zur Wehr setzt (Gründliche Untersuchung der Ursachen, die das weibliche Geschlecht vom Studiren abhalten“). 1747 übernimmt sie die Praxis des Vaters. Nach dem Tod einer Patientin wird sie von ihren Kollegen angezeigt. Sie entschließt sich, ihre Promotion nachzuholen. 1754 reicht sie ihre Dissertation ein und schließt das Studium erfolgreich ab. Sie ist für mehr als 100 Jahre die erste und einzige promovierte Ärztin in Deutschland.

 

Foto: Christof „der Doss“ Heinz

*in, *innen, *r, *ren, *er, *eren, *n und *en – wann immer ihr dieses Sternchen seht, ist jede und jeder gemeint.


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