Foto: Sören HansenKann man gegen das Essen von Tieren sein und gleichzeitig völlig stumpfsinnig Frauen herabwürdigen? Der bekannte vegane Kochbuchautor Attila Hildmann macht es zur Zeit vor. Als überzeugte Veganerin will sich Kathy nicht mit ihm in einen Topf werfen lassen.

Veganer* und Feministen* haben viel gemein. Sie kritisieren bestehende Machtverhältnisse, müssen sich mit ähnlich fragwürdigen Reaktionen auseinandersetzen („Pflanzen haben auch Gefühle!“ – „Männer werden auch unterdrückt!“), haben den Gutmenschen-Stempel eh weg und nerven vornehmlich all diejenigen, denen das mit dem gesellschaftlichen Fortschritt einfach viel zu schnell geht. Der Ausweg für einige Veganer? Coolness via Sexismus.

Tierrechte, Kapitalismus und Körperoptimierung

Die Beweggründe, vegan zu leben sind unterschiedlich. Meine Motivation ist tierrechtlicher und antikapitalistischer Natur. Für einige hingegen ist vegane Ernährung einzig und allein ein Weg zur Körperoptimierung, worüber Lisa von der Mädchenmannschaft einen hervorragenden Artikel geschrieben hat.

Körperkult und der sogenannte Lookism in veganen Kreisen sind mir schon vor einiger Zeit aufgefallen. Es sind bei weitem nicht alle, aber in sozialen Netzwerken bringen sich immer wieder vegan lebende Menschen prominent ein, die ihre schlanken, gestählten Körper präsentieren. Es geht nicht mehr (allein) um eine moralische, eine politische Haltung. Es geht darum das eigene Selbst zu optimieren und zu zeigen, wie hoch der Grad der Perfektion ist, den man bereits erreicht hat.

Ich bin der Meinung, dass niemand mit erhobenem Zeigefinger durch die Welt gehen und Menschen erklären sollte, wie sie auszusehen, zu essen, zu leben haben. Problematisch wird es jedoch wenn ständig neue Trends, Ernährungsformen und Dogmen auftauchen, die suggerieren, den eigenen Körper, und damit das eigene Selbst perfektionieren zu können. Die Zielgruppen für die Vermarktung von Körperoptimierung und Veganismus überlappen praktischerweise. Es sind hauptsächlich junge Frauen. Das ist nicht nur ein Problem für den tierrechtlich motivierten Teil der veganen Szene, weil das politische Anliegen unter literweise Detox-Säften und sündhaft teuren proteinreichen, irrsinniger Weise aus den USA importierten Grünkohlchips (sorry Umwelt!) langsam verblasst. Es ist auch ein Problem, weil der gesunde, schlanke Körper das Maß aller Dinge wird. Als würde es nicht reichen, vegan zu leben, weil man den Gedanken, dass Küken geschreddert, Kälber ihren Müttern entrissen und geschlachtet werden und Hühner auf elendig kleinem Raum zusammengepfercht leben, einfach nur schrecklich und barbarisch findet.

Fremdschämen deluxe

Dem Ganzen die Krone aufgesetzt hat der in der veganen Szene bereits sehr umstrittene Attila Hildmann. Bisher ist er eher durch eine geschickte Vermarktungsstrategie seiner Kochbücher aufgefallen (vegan=supersexy junger Körper), die ihm seine schnellen Schlitten mit Lederausstattung finanziert haben dürften.

Sein neuster Coup: der Vegangsta. Der Vegangsta ist ein richtig geiler Hengst, der ohne tierische Produkte auskommt. Denn wir wissen ja alle, richtige Männer essen Fleisch. Der Vegangsta aber ist ganz Mann – mit Pilzpasta und Bananenpancakes auf dem Teller. Damit daran ja keine Zweifel aufkommen, garniert er das vegane Essen mit „damn hot bitches“, wie etwa der Herbiwhore, die genüsslich am Banana Pancake Tower rumschleckt – „bitches lick my ice-cream balls“. Pinkstinks hat ihn sich bereits genauer angeschaut, aber es gibt noch mehr zu entdecken:

2

Im Freundeskreis des Vegangsta befinden sich übrigens ein paar richtig nett wirkende Herrschaften, der Hippie-Smasher und Oliver Flesch.

Für einen klitzekleinen Moment habe ich mich gefragt, ob vielleicht der Sexismus ursprünglich als kritische Überzeichnung gedacht war, wenn auch schlecht ausgeführt. Die letzten Zweifel waren aber verflogen, als der Vegangsta sich über das Feedback von Oliver Flesch freute. Oliver Flesch ist Antifeminist und Autor eines e-Mag mit dem Titel „Wahre Männer – Das elektronische Magazin über Liebe, Lust & Popkultur. Für Sie. Und Ihn. (sic!) Aus Berlin“. Ehrlicher wäre gewesen „Für ihn. Über sie“. Die Serviceleistung des Magazins ist nicht zu übersehen: „Fickt dumm nun gut oder schlecht?“, „Lässt sich aus Mauerblümchen eine Sexgöttin basteln?“, „Duuu, Engel, schenkst Du mir einen Vierer? (Mit drei Frauen!)“. Gute Gesellschaft, Attila.

Die Reaktionen auf die kritischen Stimmen von Pinkstinks und anderen sind so dumm wie vorhersehbar. In altbekannter Manier entkräften die Herren sachlich fundierte Kritik, indem sie reflexartig auf die mutmaßliche Untervögelung der feministischen Miesmachtruppe verweisen. Gähn.

Ebenso gerne verweisen die Vegangsta-Befürworter darauf, dass man genau so und nicht anders die jungen Leute erreicht. Achso, dann ist ja alles klar. Der Vegangsta ist eine geistreiche Persiflage auf gängige Klischees der Hip-Hop und Jugendkultur. Ich habe das pädagogische Anliegen des Vegangsta verkannt! Toll, wenn dann eine ganze Generation junger Menschen Mandelmus statt Sahne in den Auflauf kippt, um ebendiesen dann der knapp bekleideten Freundin um den Mund zu schmieren, haben wir endlich die tierleidfreie Gesellschaft, nach der sich die Szene so sehnt.

Weniger Mixer-Tests, mehr Positionierung bitte

Je länger ich mich durch die Videos und Facebook-Seite klicke, desto sicherer bin ich: Keine satirische Überzeichnung, die meinen das wirklich so. Warum ist das nun besonders perfide? Sexisten gibt es doch schließlich überall? So ungefähr der Tenor in einigen Kommentaren unter dem pinkstinks-Artikel. Das mag richtig sein. Und nicht alle Veganer haben einen tierrechtlichen oder antikapitalistischen Hintergrund. Von mir aus können die, die eben diesen nicht haben, zuhause so viele grüne Smoothies in ihren 600-Euro-Mixern machen, wie sie wollen. Wenn nun aber eine Bewegung, die sich im Kern für Tierrechte stark macht, nach außen hin mit Lookismus und Sexismus in Verbindung gebracht wird, ist das nicht nur problematisch, es führt das politische Anliegen ad absurdum. Was ist Veganismus wert, wenn er mit Diskriminierung von Menschen einhergeht? Man kann sich nicht immer aussuchen, mit wem man unter eine Decke gesteckt wird. Umso dringender ist es, sich abzugrenzen und Zeichen zu setzen. Es ist höchste Zeit, dass sich die vegane Szene dieser Frage annimmt und sich bewusst gegen die frauenverachtende Praktik eines ihrer (wenn auch nicht selbstgewählten) prominentesten Vertreter positioniert.

 

Foto: Sören Hansen

*in, *innen, *r, *ren, *er, *eren, *n und *en – wann immer ihr dieses Sternchen seht, ist jede und jeder gemeint.


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45 Kommentare

  1. Annette says:

    Mrz 27, 2015

    Antworten

    Danke für diesen hervorragenden Artikel. Ich möchte nur in einem Punkt widersprechen: „Die“ vegane Szene gibt es schon lang nicht mehr, auch wegen Leuten wie Attila Hildmann, die Veganismus eben nicht mehr mit Tierrechten etc. in Verbindung gebracht haben wollen, sondern mit Bodystyling und Fitness.
    Aus der Richtung, die Veganismus als Kritik am System wahrnimmt erhält H. seit Jahren Gegenwind, auch für seinen Sexismus. Das trifft nicht nur ihn, sondern auch andere „Sternchen“, die mit Sexismus, Rassismus, etc. in Verbinsung gebracht werden.
    Nur: Hildmann hat daraus eine Marke gemacht. Er ist erfolgreich _weil_ er sich von den „Müsli-Jochens“ (sic!) abgegrenzt und Veganismus als Diät ohne Tierrechtsbezug massentauglich gemacht hat.
    Der Rest der Veganer hat schlicht nicht die mediale Präsenz, die er hat, aber auch unter den berühmteren distanzieren sich die meisten von ihm und seiner Marketingstrategie.

  2. Sansa says:

    Mrz 28, 2015

    Antworten

    Ich bin durch Herrn Hildmann dabei zum Veganer zu werden. Der Grund waren nicht die Tiere, sondern ein rein gesundheitlicher Aspekt. Schlanker, jünger, fitter. Mittlerweile denke ich auch anders darüber… Zu verdanken habe ich das auch der tollen Aufklärung die er auf seinen Seiten leistet. Was wollt ihr eigentlich??? Nur die absoluten Veganer?? Sollen jetzt alle die nicht so ticken wie ihr lieber wieder Fleisch essen? Ich bin froh, dass endlich mal einer vegan aus dieser angestaubten Öko schiene holt. Und den Tieren ist es egal warum sie nicht gegessen werden, oder? Ich bin eine Frau und finde Vegangsta gut! Werde mir jede Folge ansehen.

  3. Franzi says:

    Mrz 28, 2015

    Antworten

    Ich verstehe nicht, warum sich alle über den Vegangsta so das Maul zerreissen!! Das ist doch schwachsinnig! Mal davon abgesehen das es eine Kunstfigur ist und Attila nun wirklich kein Sexist ist.
    Ihr stellt es alle so dar, als wären wir total prüde und würden nie Sex haben und eine Frau im BH wäre das schlimmste auf der Welt. Was ist los mit euch?
    Ich bin seit 4 Jahren vegan und das aus mehreren Gründen. Das alles dank Attilas Aufklärung.
    Also zieht mal den Stock aus eurem Arsch und nehmt nicht immer alles so unglaublich Ernst. Das ist ja echt zum kotzen! Wegen solchen Artikeln wird man nämlich blöd angeguckt wenn man bei Leuten die man neu kennenlernt die Pizza ablehnt weil sie nicht vegan ist!
    Ich finde Vegangsta gut! Es ist ein klasse Konzept.
    also:
    STOP HATING EAT PANCAKES MOTHERF***** ;)

  4. Barbara says:

    Mrz 28, 2015

    Antworten

    Dieser Artikel ist nun wirklich angestaubt und von vorgestern. Ich bin keinesfalls mehr jung, sondern in den mittleren Jahren, also über 40. Eine Frau und Veganerin. Ich bin einerseits aus ethischen und ökologischen Gründen vegan, an erster Stelle steht aber meine Gesundheit. Denn nur wenn ich selber glücklich, gesund und fit bin, kann ich mich auch energiegeladen für den Umwelt- und den Tierschutz engagieren. Und ich will ganz klar auch im höheren Alter noch jungendlich, sexy und straff sein. Es kann doch nicht sein, dass man als emanzipierte und engagierte Frau gleichzeitig eine graue Maus sein muss. Halloooo? Diese Zeiten sind definitiv vorbei. Heute lässt sich Sexiness, äussere und innere Schönheit, Erfolg und Spass am Leben problemlos mit Engagement und Ethik kombinieren. Und genau das macht auch Attila Hildmann. Er bringt vegan so auf den Markt, dass es schlicht für jeden passt, egal aus welchen Gründen sie oder er das Thema angeht. Attila ist definitiv ein Vorbild. In Sachen Gesundheit und Fitness, in Sachen Engagement für Umwelt- und Tierschutz, in Sachen erfolgreicher Geschäftsmann. Und wenn Frauen mit seiner Kunstfigur Vegangsta nicht klar kommen und sich runtergemacht fühlen, dann haben sie entweder null Humor, sind stockkonservativ oder es fehlt ihnen stark an Selbstbewusstsein. Attila Hildmann ist und bleibt top!

    • Mr. Demeter says:

      Mrz 29, 2015

      Antworten

      Um dir in einem entscheidenden Punkt zu widersprechen, möchte ich folgendes anmerken. Attilas „vegane Lebensweise“ passt mitnichten zu jedem, sondern eher im Gegenteil. Attilla bietet eine Alternative, die frei von einer antikapitalistischen, also linken Ideologie ist, womit es eben „gesellschaftsverträglich“ wird. Natürlich steht die Gesundheit und Ernährung im Vordergrund, jedoch ist diese gleichzeitig der Türöffner zum Veganismus. Hinzu kommt die Tatsache, dass Veganismus inzwischen genau da ankommt, wo sie vorher nie hingekommen wäre, in die breite Bevölkerung von jung bis alt, von mittel bis sehr gut Gebildeten und von mittleren bis hohen Einkommen.

      Einverstanden muss man allerdings nicht mit Atillas Art sein, wie er auf Facebook kommuniziert oder „Kritiker“ erst verspottet und dann diffamiert. Hinzu kommt die Tatsache, dass man Atilla wenn überhaupt kritisieren sollte, dass eben diejenigen, die sich nicht mit ihrem Konsumverhalten ausseinander setzen – also eber weniger ihre Meinung reflektieren, auf seinen durchschaubaren Populismus und die Selbstvermarktung für seine (qualitativ und ökologisch guten) Eigenprodukte hereinfallen. Sexismus, wie ihn Attilla mit Vegangsta versucht anzuwenden, scheitert sehr schnell an der Zielgruppe für Veganismus, weil der Grossteil eben doch gebildet oder sich zumindest sehr intensiv mit Veganismus auseinandersetzt. Dieser American-Touch ist daher weniger etwas für die deutschen, sondern vor allem etwas für die Amis, wo Hollywood eben Gesundheitstrenda setzt. Lange wird Attilla das Format eh nicht laufen lassen, die Resonanz bleibt nämlich unterdurchschnittlich.

      Liebe Blogautorin, so schlimm steht es mit dem Veganismus nicht. Als überzeugter Veganer teile ich allerdings nicht ihre antikapitalistische/antisystemische Ideologie. Das ist auch gut so, denn Liberalismus war schon immer ökologisch und weitsichtig angelegt.

  5. ProChange/Gabi says:

    Mrz 28, 2015

    Antworten

    Danke für den Artikel. Tipp: Der Zielgruppe von Attila und Co., die hier in den Kommentaren so vehement für ihn in die Bresche springt wäre die Lektüre der vielen Links im Text empfohlen, damit sie evtl. verstehen, über was sie versuchen zu schreiben. Langweilig.

  6. Kathy says:

    Mrz 28, 2015

    Antworten

    Liebe Sansa, liebe Franz, liebe Barbara,
    ihr verwechselt Sexualität mit Sexismus. Es geht in diesem Artikel nicht um weibliche Sexualität und was diese soll oder nicht soll, sondern um die klischeehafte, sexualisierte Darstellung von Frauen zu Vermarktungszwecken. Diese ist leider gar nicht lustig, locker oder gar emanzipiert, sondern schädlich und gefährlich. Warum könnt ihr unter anderem hier nachlesen:
    http://www.frauenrechte.de/online/index.php/themen-und-aktionen/frauenfeindliche-werbung

  7. Andrea says:

    Mrz 28, 2015

    Antworten

    Danke für diesen Artikel. Auch ich bin durch Herrn Hs. Bücher vegan geworden, nachdem ich bereits monatelang um dasThema herum geschlichen bin. Bei mir war es so, dass ich ziemlich schnell merkwürdig fand, in welche Richtung er sich entwickelt hat. Nun gut, jeder Jeck tickt anders, egal. Allerdings geht mir sein Gejammer wegen seinen ‚Hatern‘ echt auf die Nerven. Dieses fishing for compliments bei seinen Fans zeugt für mich von einer eher unreifen Art. Warum hat er sowas nur nötig? Er hat doch – das wird jeder zugeben müssen – wirklich viel bewegt im veganen Bereich und könnte stolz darauf sein und souverän damit umgehen. Statt dessen haut er um sich und greint, wenn er Gegenwind bekommt. Und dieses Vegangsta-Ding passt da voll ins Bild. Vielleicht kann man ihn irgendwann wieder ernst nehmen, wenn er erwachsen geworden ist. Ich bin übrigens der Meinung, dass ich mit über 50 Jahren nicht aussehen muss, wie eine 20jährige. Dieser Jugendlichkeitswahn geht mit auf die Nerven. Das liegt sicher daran, dass ich einfach nicht diszipliniert genug bin, viel zu gerne esse und genug anderen Dinge habe, die mir wichtiger sind (Gesundheit ist natürlich wichtig, das ist klar). Manchmal möchte ich einfach nur leben und dabei möglichst wenig Schaden verursachen.

  8. Rene says:

    Mrz 28, 2015

    Antworten

    Danke für den Artikel! Schade das nochmal der Unterschied zwischen Sexualität und Sexismus erklärt werden muss. Schade auch: keine Debatte mit Argumenten sondern trollen.

  9. Achim Stößer says:

    Mrz 29, 2015

    Antworten

    Diese Artikel ist schlicht absurd. Nicht wegen der Kritik an Hildmann – vor dem warnen *wir* schon seit einem Jahrzehnt http://tierrechtsforen.de/attilahildmann -, sondern weil er a) unterstellt, Hildmann sei Veganer (Hildmann ist nicht vegan, war nie vegan und wird nie vegan werden er ist Antiveganer) und b) weil der Artikel selbst sexistisch ist http://tierrechtsforen.de/femisexismus (>>ähnlich fragwürdigen Reaktionen auseinandersetzen („Pflanzen haben auch Gefühle!“ – „Männer werden auch unterdrückt!“)<< – gilt die Wehrpflicht in Deutschland etwa nicht nur für Männer? ist hier nicht die Genitalverstümmelung ausschließlich von *Jungen* legal? Sexismus ist inakzeptabel, auch wenn er nicht Frauen, sondern Männer diskriminiert. Wer das leugnet, wie das in diesem Artikel geschieht, ist Sexist.

  10. Sigrid says:

    Mrz 29, 2015

    Antworten

    Hallo, Kathy,

    danke für Deinen informativen Artikel und die sorgfältige Argumentation.

    Ich kann gut nachvollziehen, daß sich Veganerinnen mit politisch-ethischer Motivation nicht mit Lifestyle-Veganern in einen Topf werfen lassen wollen, bitte Dich aber um die Überlegung, ob nicht auch diese Menschen vegan leben und sich als Veganerinnen bezeichnen dürfen. Stinkstiefel eingeschlossen. Die Woge hat sie angeschwemmt, die nächste Woge wird sie wieder abschwemmen.

    Sei ihnen nicht allzu gram, wenn es Dir möglich ist – auch wenn Du hundertmal recht hast, Du verschwendest nur Deine Kräfte.

    Take care,
    Sigrid

  11. […] macht und gleichzeitig in seiner neuen Kampagne Frauen herabwürdigt – sowie seine Reaktion auf unseren Artikel darüber bei […]

  12. Sigrid says:

    Mrz 29, 2015

    Antworten

    Hallo, Achim,

    meinst Du nicht, das sei ein bißchen viel des Eifers? Niemand wird ernsthaft Dein Engagement für Tierrechte und als Konsequenz: Veganismus bestreiten wollen. Aber hier scheinen die Pferde mit Dir durchzugehen – es liest sich, als beanspruchtest Du Deutungshoheit sowohl über Veganismus als auch Sexismus. Das steht Dir nicht zu, sondern ergibt sich aus einem Diskurs, in dem auch Deine Stimme gehört wird.

    Kathys Argumentation läßt sich nicht mit dem Verweis, daß es Diskriminierung von Männern gibt, vom Tisch wischen, weil grundsätzlich Unrecht nicht gegeneinander aufrechenbar ist.

    Grüße an die orthodoxe Front
    Sigrid

    • Achim Stößer says:

      Mrz 29, 2015

      Antworten

      Hildmanns Lederautositze, unvegane Margarine, Gelatinewein usw. (unter http://tierrechtsforen.de/hildmann etc. dokumentiert) ist *unvegan*. Das hat nichts mit „Deutungshoheit“ zu tun, sondern ist jeder sinnvollen Definition von Veganismus zu entnehmen.

      Wehrpflicht *nur* für Männer ist sexistisch. Das hat nichts mit „Deutungshoheit“ zu tun, sondern ist jeder sinnvollen Definition von Sexismus zu entnehmen.

      „Kathys Argumentation“ *leugnet* die Diskriminierung von Männern (als analog zu Pflanzengefühlen), wird also durch die Existenz der Diskriminierung von Männern widerlegt („vom Tisch gewischt“). Was soll „weil grundsätzlich Unrecht nicht gegeneinander aufrechenbar ist“ heißen? Als *Antisexist* lehne ich *jedes* Unrecht (inklusive Sexismus, *unabhängig vom Geschlecht*, http://antisexismus.de) ab. „Kathy“ dagegen *leugnet* femisexistisch die Diskriminierung von Männern.

      >>Fatal dabei ist, dass viele noch immer nicht begriffen haben, was Sexismus heißt: nämlich die Diskriminierung aufgrund des Geschlechts. So ist in Deutschland inzwischen die Beschneidung von Jungen ohne medizinische Indikation, also männliche Genitalverstümmelung, die irreparable schwere Schäden verursacht, legal. Zwar sind weltweit laut WHO 30% aller Männer Betroffene dieses barbarischen Brauchs, der eine massive Verletzung des Menschenrechts auf körperliche Unversehrtheit ist, also über eine Milliarde, und viele Kinder sterben daran, aber das sind ja nur Jungen; verboten ist daher lediglich die Beschneidung von Mädchen mit weltweit etwa hundert Millionen (also einem Zehntel) Betroffenen. Selbst das Grundgesetz ist sexistisch. In Artikel 6, Abs. 4 heißt es: »Jede Mutter hat Anspruch auf den Schutz und die Fürsorge der Gemeinschaft«. Was ist mit Vätern? Diese genießen entgegen dem Gleichheitsgrundsatz in Artikel 3 keinen Schutz, u.a. mit der Folge, dass zahllosen Männern der Umgang mit ihren Kindern drakonisch erschwert oder gar unmöglich gemacht wird – allein aufgrund ihres Geschlechts. Und Artikel 12a beginnt: »Männer können […] zum Dienst in der Streitkräften, im Bundesgrenzschutz oder in einem Zivilschutzverband verpflichtet werden«, und weiter: »Frauen […] dürfen auf keinen Fall zum Dienst mit der Waffe verpflichtet werden«; fatal, da die Wehrpflicht keineswegs abgeschafft, sondern lediglich ausgesetzt ist: auch von diesem mörderischen Zwangsdienst sind ausschließlich Männer betroffen. Statt dagegen vorzugehen, machen sich angebliche Antisexisten dafür stark, Fußgängerampeln umzugestalten, da diese eigentlich geschlechtsneutrale, angeblich männliche Figuren (»Ampelmännchen«) zeigen, und hierfür eine »geschlechtergerechte« Variante einzuführen. Doch bei solchen Kuriositäten bleibt es nicht: obwohl Männer ebenso häufig von häuslicher Gewalt betroffen sind wie Frauen und weit häufiger Opfer von Gewalttaten werden, gibt es überall Frauenhäuser und Frauenparkplätze, aber kaum Männerhäuser und keine Männerparkplätze.

      Sexismus bedeutet, daran sei erinnert, die Diskriminierung aufgrund des Geschlechts. Stattdessen dichten angebliche Antisexisten Feminismus zu Antisexismus um. Und wenn reale Antisexisten feministische Kastrationsphantasien und blutdürstige Matriarchatsbestrebungen oder auch nur Diskriminierung von Männern kritisieren, werden diese mit Maskulisten in einen Topf geworfen und absurderweise als Sexisten diffamiert.<< http://maqi.de/presse/tierrechtstag2014.html

  13. Isi says:

    Mrz 29, 2015

    Antworten

    @Sigrig und alle anderen_

    Bitte nicht mit Achim Stößer diskutieren! Der Mensch ist absolut resistent gegen Argumente. Bei Facebook ist er, wegen seiner aggressiven Angriffsrethorik und seinen Beleidigungen, aus fast allen veganen Gruppen rausgeflogen und bevor es Facebook gab, aus so ziemlich allen veganen Foren. Er kapiert nicht, dass Frauenparkplätze und Frauenquoten keine Bevorzugung von Frauen sind sondern strukturelle Benachteiligungen ausgleichen sollen. Zudem fühlt er sich vom Feminismus regelrecht bedroht. http://veganismus.ch/foren/read.php?f=12&i=1204&t=1157

  14. Mario says:

    Mrz 29, 2015

    Antworten

    Oh nein, nicht Stößer. Freut euch auf unteriridisches Femsexismus-Mimimi.

  15. Mario says:

    Mrz 29, 2015

    Antworten

    Toller Artikel! On Point!

    Ich kopiere hier mal noch einen Text rein, den ich in einer Gruppe gepostet habe. Es geht um Hildmanns rechten Kooperationspartner „Andreas Hordan“, den er als „Hippie-Smasher“ und „Müsli-Jochen-Klatscher“ verkauft. Über dessen „Ruhm & Ehre“-Tattoo gab es einige Diskussion und eine ziemlich hilflose Stellungnahme von Hildmann. Die Stellungnahme:
    https://www.facebook.com/AttilaHildmannOfficial/photos/a.309816819060323.67767.115883448453662/877111378997528/?type=1&fref=nf

    Mein Text:
    Nach Kim Kalkowski und Patrik Baboumian hat nun offenbar auch Attila Hildmann™ den „Ich bin kein Nazi“-Strohmann für sich entdeckt, um sich lästiger fundierter Kritik zu entziehen.

    Vollkommen ungeachtet der Tatsache, dass niemand diesen Menschen je unterstellt hat, „Nazis“ zu sein, werden muntere, einfältige Belege für eine Verteidigung vorgebracht, die gar nicht nötig wäre.

    ->Kim war schon immer Links², Baboumian ist ein Armenier und auch Hildmann erinnert nochmal daran, dass er POC ist und damit gar nicht rechts sein könne.<-

    Dass diese Strohmannverteidigungen selbst dann absurd argumentiert wären, wenn der Vorwurf wirklich lauten würde, dass diese veganen "Promis" rechts eingestellt wären, ist offensichtlich, da es nachweislich auch rechte POCs gibt, egal ob rechte Türk*innen oder rechte Armenier*innen. Menschenfeindliche Ideologien und rechtes Gedankengut brauchen keine spezifische Herkunft.

    Ok, packen wir Attila Hildmann™s Strohmann beiseite.

    Was haben wir da? Wir haben einen pflanzenessenden, kochenden Schönheitsmoraliker, der immer wieder durch die Abwertung und Stigmatisierung von Menschengruppen auffällt. Seine Lieblinge: Frauen, Tierrechtler*innen und alle denen er darüber hinaus argumentativ nichts entgegensetzen kann. Seinen Sexismus versucht er wenig ambitioniert hinter dem Begriff "Kunstfigur" (Vegangsta) zu verstecken.

    Aber was macht er jetzt? Er stimmt ein vollmundiges "da sind pöse Leute die mich in die rechte Ecke stellen wollen"-Mimimi an. Aber ebenso wie bei seinem Leidensgenossen Baboumian hat das niemand getan. Der Vorwurf lautet: Offenheit nach rechts. Nicht mehr und nicht weniger. (Dass Hildmann durchaus Nationalismus-affin unterwegs ist, lasse ich hier mal außen vor.)

    Niemand hat Hildmann genötigt, mit einem Typen zusammen zu arbeiten, der rechte Einstellungen vertritt. Das Problem ist wohl eher, dass Rechtsoffenheit auch in diesem Fall mit politischer Unwissenheit und selektiver Rechtsblindheit einhergeht.

    Richtig, die Begriffe "Ruhm" und "Ehre" die sich Hordan auf die Faust tätowieren lies, sind ebenso wenig zwingend als "rechts" einzuordnen wie die Abkürzung "SPQR". Zur Einordnung solcher Symbole braucht es eine Betrachtung des Kontextes. Diesen (das ist man wenig erstaunt) erwähnt Hildmann in seiner windigen Selbstverteidigung mit keinem Wort.

    Da hätten wir nach kurzer Beschau:
    1. Das Posten und Feiern eines klar rassistischen, islamophoben Kommentars.
    http://abload.de/img/28-03-_2015_12-19-526ruxk.png

    2. Das Vertreten der antisemitische Verschwörungsthese "Rothschild"
    http://abload.de/img/rothschildzlurz.png

    3. Germanenkult
    http://abload.de/img/germanensmu9h.png

    4. Prorussisches Wahngewichtel in dem Obama als "Herr Affe" bezeichnet wird. Ein Klassiker für die rassistische Abwertung von Menschen mit schwarzer Hautfarbe.
    http://abload.de/img/herraffemvuwv.png
    Hier wir dann als Verteidigung, wie üblich bei rechter Chiffrierung, sicher eingewandt, dass gar nicht zu erkennen sei, dass es um Obama ginge. Wer mit "Frau Fratze" und "Herr Affe" im Kontext der Auseinandersetzung der Nato mit Russland gemeint sein soll, ist unter reaktionären Knetrüben ziemlich klar.

    5. Fast schon obligatorisch für Menschen die "4." tun… liket er die rechte Facebook-Seite "Anonymous.Kollektiv" (die btw nichts mit "Anonymous" zu tun hat)

    Augenscheinlich ist Hordan (der "Hippie Smasher" oder "Müsli-Jochen-Klatscher") kein organisierter Neonazi. Als "rechts" kann man ihn aufgrund seiner Äußerungen aus meiner Sicht relativ klar verorten.

    Unter "p.p.s." sichert er sich Attila Hildmann™ schon mal ab, falls doch noch was rauskommt. Und statt auf die konkrete Kritik zu reagieren, arbeitet sich Hildmann an weiteren dahingewitzelten Strohmännern ab. Seine Namens-Initialen, Verbindungen zwischen seiner "Hakennase" und dem Hakenkreuz… Attila Hildmann™ ist sehr kreativ wenn es um's Ausweichen geht. Und auch die Verschwörungsthese, die wir auch schon von Kalkowski und Baboumian kennen, man wolle ihnen nur schaden, ist mit von der Partie. Ein Klassiker unter den unbeholfenen Selbstverteidigungsfloskeln.

  16. Nachtschatten says:

    Mrz 29, 2015

    Antworten

    Stößer hat die Definitionsmacht über Veganismus, Sexismus, Atheismus („Antitheismus“) und überhaupt über alles, wozu er sich äußert. Es gibt für jede Regel eine Ausnahme, nur für eine nicht: Stößer hat immer recht.IMMER.

  17. […] ihrem Beitrag “Faules Gemüse” bei FemStern schreibt die Autorin über die neuerlichen sexistischen Ausfälle des, sich pflanzlich […]

  18. Lena says:

    Mrz 29, 2015

    Antworten

    Guter Artikel, danke dafür. Ich hätte nur zwei kleine Kritikpunkte:

    – was bedeutet diese komische halb-gegenderte Form Veganer*? Sind damit nur Cis- und Transmänner gemeint? Und „Feministen“ zu lesen ist für mich schon sehr abstrus ;)
    – Pinkstinks ist selbst nicht unproblematisch und sollte mit Vorsicht genossen werden. Mehr dazu hier: http://maedchenmannschaft.net/tag/pinkstinks/

    LG

    • Inga says:

      Mrz 29, 2015

      Antworten

      Hallo Lena,
      ich bedanke mich mal im Namen von Kathy und uns allen für dein Lob und deine Hinweise. Grundsätzlich ist es jeder Autorin* selbst überlassen, wie sie* kenntlich macht, wenn sie* alle Geschlechter meint. In jedem Fall bedeutet ein * hinter einem Wort aber, dass wirklich jeder einbezogen ist. Deshalb findest du auch folgende Fußnote unter all unseren Artikeln:

      *in, *innen, *r, *ren, *er, *eren, *n und *en – wann immer ihr dieses Sternchen seht, ist jede und jeder gemeint.

      • Lena says:

        Mrz 31, 2015

        Antworten

        Okay, verstehe. Finde ich zwar schade – wo, wenn nicht auf feministischen Portalen haben wir die Möglichkeit, uns auch stilistisch von patriarchalen Normen abzugrenzen? Ich benutze am liebsten das generische Femininum :) – aber jede, wie sie will.
        Danke jedenfalls für die Antwort!

        • Kathy says:

          Apr 8, 2015

          Antworten

          Liebe Lena,
          da hast Du recht, 100%-ig glücklich sind wir mit dieser Form auch nicht, aber es ist unser Versuch, eine inklusive Form zu verwenden, in der jede und jeder sich erkennen kann. Das man dafür auf die grammatikalische Grundform, die maskulin ist, zurückgreifen muss, ist natürlich unglücklich. Persönlich bin ich auch ein großer Fan des generischen Femininums :)

  19. Sigrid says:

    Mrz 29, 2015

    Antworten

    Hallo @ll,

    @Achim
    Ich habe gesagt und sage noch einmal: Achim, Du versteigst Dich. Sonst nichts.
    Du kannst es halten, wie Du willst – aber für mich sind A. Hildmanns Lederautositze – was erwartest Du eigentlich sonst von einem Lifestyle-Menschen, der nach Kräften auf der Klaviatur der öffentlichen Erregbarkeit spielt? – und erst recht die Frage nach dem Wehrdienst Nebenkriegsschauplätze.

    Ich wiederhole mich in bezug auf die Lifestyle-Veganer: die Woge schwemmt sie an, die Woge schwemmt sie ab.

    Kathy hat ein Problem aufgedeckt, bedacht und sorgfältig dargelegt. Warum das nicht anerkennen, auch wenn Du in manchen Punkten anderer Meinung bist? Hier wagt es eine, sich zu stellen und mehr zu tun, als Sprechblasen von sich zu geben.

    Nebenbei – auch noch so stark gefühltes Unrecht (Männerdiskriminierung) hebelt meine Argumentation: ein Unrecht ist nicht gegen das andere aufzurechnen, nicht aus. Ich erspare uns den üblichen Beleg für den Wahrheitsgehalt dieses Satzes.

    Nochmals Grüße an die orthodoxe Front
    Sigrid

  20. […] “Der Vegangsta aber ist ganz Mann – mit Pilzpasta und Bananenpancakes auf dem Teller. Damit daran ja keine Zweifel aufkommen, garniert er das vegane Essen mit „damn hot bitches“, wie etwa der Herbiwhore, die genüsslich am Banana Pancake Tower rumschleckt – „bitches lick my ice-cream balls“. “ “Was ist Veganismus wert, wenn er mit Diskriminierung von Menschen einhergeht? Man kann sich nicht immer aussuchen, mit wem man unter eine Decke gesteckt wird. Umso dringender ist es, sich abzugrenzen und Zeichen zu setzen. Es ist höchste Zeit, dass sich die vegane Szene dieser Frage annimmt und sich bewusst gegen die frauenverachtende Praktik eines ihrer (wenn auch nicht selbstgewählten) prominentesten Vertreter positioniert.” http://www.femstern.de/faules-gemuese/ […]

  21. Ran says:

    Mrz 30, 2015

    Antworten

    Ein riesen Lob für diesen Artikel, der trauriger weise den Vogel abschießt. Ich persönlich bin aus Tierschutzgründen vegan geworden und freue mich zwar über JEDEN weiteren, der seinen Konsum auch nur minimal einschränkt, aber ich schäme mich auch unglaublich für solche Menschen wie Hildmann.

  22. Achim Stößer says:

    Mrz 30, 2015

    Antworten

    >>Du kannst es halten, wie Du willst – aber für mich sind A. Hildmanns Lederautositze – was erwartest Du eigentlich sonst von einem Lifestyle-Menschen, der nach Kräften auf der Klaviatur der öffentlichen Erregbarkeit spielt? – und erst recht die Frage nach dem Wehrdienst Nebenkriegsschauplätze.<<

    Tja, blöd, dass es aber nunmal nicht um Dich geht, sondern um die Tiere, die für Hildmann ermordet werden und um die Männer, die deshalb Zwangsarbeit leuisten mussten.

    "Kathy hat ein Problem aufgedeckt,"

    Aufgedeckt? Enrsthaft? Deckt sie demnächst auf, dass der Papst katholisch ist?

    "bedacht"

    Sehe ich nicht.

    "und sorgfältig dargelegt. […] Hier wagt es eine, sich zu stellen und mehr zu tun, als Sprechblasen von sich zu geben."

    Das ist wohl ein schlechter Witz. Da ist weder etwas "sorgfältig" (sondern fehlerstrotzend,a llein schon die absurde Unterstellung, Hildmann sei Veganer), noch ist es ein Wagnis.

    "auch noch so stark gefühltes Unrecht (Männerdiskriminierung) hebelt meine Argumentation: ein Unrecht ist nicht gegen das andere aufzurechnen, nicht aus"

    Da keiner ein "Unrecht […] gegen das andere aufzurechnen" versucht (außern Dir, die Mord mal eben im Vergleich zu Hildmanns lächerlichem Sexismus zum "Nebenkriegsschauplatz" erklärt), kannst Du Dir Deine Strohfrauargumente schenken. Der Lüge, dass es keine Männerdiskriminierung gäbe (analog zu Pflanzengefühlen), muss jedenfalls widersprochen werden, auch wenn Femisexisten das nicht in den Kram passt.

  23. Sigrid says:

    Mrz 30, 2015

    Antworten

    @Achim
    Wärest Du zwanzig, würde man Dir Dein Wüten als Jugendsünde durchgehen lassen. Du bist aber keine zwanzig mehr, also benimm Dich entsprechend. Mit persönlichen Beleidigungen beförderst Du Deine Argumente nicht.

    @all
    Ich bedaure diese Diskussion in der Diskussion und beende sie hiermit, weil völlig vom Thema abweichend.

    Ich wünsche allen bei Ihren Projekten viel Erfolg!
    Sigrid

    • Achim Stößer says:

      Mrz 30, 2015

      Antworten

      Soso, ageistisch ist sie also aich noch. Und wenn Fakten nennen „Beleidigung“ ist, spricht das nicht gegen die Fakten, sondern gegen den Beleidigten.

  24. Dominik says:

    Mrz 31, 2015

    Antworten

    Vielen vielen Dank für diesen Artikel! Er hat nur einen Fehler: Attila Hildmann ist kein vegan lebender Mensch,sonst würd er nicht mit Lederporsche rumfahren und Sexismus predigen – er ernährt sich höchstens rein pflanzlich. Kleiner, aber doch wichtiger Unterschied.

    Ansonsten volle Zustimmung: Veganismus tritt für Tierrechte, und somit auch Menschenrechte, ein. Denn Menschen sind ja auch Tiere. Deswegen kann meiner Meinung nach Veganismus gleichzeitig mit Sexismus, Lookismus und anderen Diskriminierungsformen einhergehen. Leider sind Menschen (und da nehme ich mich nicht aus) aber nicht frei von Schuld, irgendwo machen wir alle Fehler, aber was Hildmann da veranstaltet ist nicht mehr feierlich.

    Achja: Please don’t feed the troll Achim Stößer. Er beweist, dass man sogar aggressiver Verfechter von Tierrechten sein kann, bei der Gleichstellung von Frauen aber dann eher doch eher ein sagen wir sehr konservative Einstellung hat. Da kann er sich fast mit Hildmann zusammen ins Bett legen.

    • Achim Stößer says:

      Apr 1, 2015

      Antworten

      >>Attila Hildmann ist kein vegan lebender Mensch,sonst würd er nicht mit Lederporsche rumfahren<>er ernährt sich höchstens rein pflanzlich.<>Veganismus tritt für Tierrechte, und somit auch Menschenrechte, ein. Denn Menschen sind ja auch Tiere. Deswegen kann meiner Meinung nach Veganismus gleichzeitig mit Sexismus,<>Achja: Please don’t feed the troll Achim Stößer. Er beweist, dass man sogar aggressiver Verfechter von Tierrechten sein kann, bei der Gleichstellung von Frauen aber dann eher doch eher ein sagen wir sehr konservative Einstellung hat. Da kann er sich fast mit Hildmann zusammen ins Bett legen.<<

      Eben *weil* ich Tierrechtler http://maqi.de/txt/agenda.html bin, bin ich auch Antirassist, Antifaschist, Antimilitarist, Antitheist und eben Antisexist: und als Antisexist lehne ich jede Diskriminierung aufgrund des Geschlechts ab, nicht nur – wie etwa Maskulisten oder Feministen – die Diskrininierung aufgrund eines bestimmten Geschlechts. Aber Leute, die den Femisexismus so verinnerlicht haben,
      begreifen das so wenig wie Grillsportler Antispeziesismus.

  25. […] schreibt in ihrem Artikel „Faules Gemüse“ auf dem Blog fem* u.a.: „Kann man gegen das Essen von Tieren sein und gleichzeitig völlig […]

  26. Lala says:

    Mrz 31, 2015

    Antworten

    Richtig guter Artikel. Leider werden die vielen Argumente bei den Fans von Herrn H. wohl kaum Beachtung finden…man möchte ja nicht mit den Spaßbefreiten und Untervögelten in einen Topf geworfen werden.

    Abgesehen vom ganzen Lookismus und Sexismus der aus dieser Vegansta-Masche strahlt, ist es einfach auch so eine unauthentische und peinliche Anbiederei an die „richtigen“, „coolen“ Menschen (Männer?) und angeblich ja auch an jüngere Kreise, die man eben so ansprechen muss. Ich für meinen Teil hab vor allem in der Jugend nichts so schrecklich und peinlich gefunden wie aufgesetztes Gehabe – und viel anderes sind diese pseudo-englischen Videos doch nicht. Man kann nur hoffen, dass der Schuss nach hinten los geht.

  27. Kathy says:

    Apr 8, 2015

    Antworten

    Vielen Dank an alle, die sich konstruktiv mit dem Artikel auseinandergesetzt haben und Feedback hinterlassen haben! Trolle füttere ich nicht.

    Ob man Attila gemäß Definition nun als vegan lebend oder nicht bezeichnen kann ist m.E. gar nicht die Frage, solange er sich selbst unter dem Label verkauft und damit das Label „vegan“ mit Sexismus, Lookismus und anderem Mist in Verbindung bringt und es so letztlich pervertiert. Daher auch folgender Absatz aus dem Beitrag:

    „Man kann sich nicht immer aussuchen, mit wem man unter eine Decke gesteckt wird. Umso dringender ist es, sich abzugrenzen und Zeichen zu setzen. Es ist höchste Zeit, dass sich die vegane Szene dieser Frage annimmt und sich bewusst gegen die frauenverachtende Praktik eines ihrer (wenn auch nicht selbstgewählten) prominentesten Vertreter positioniert.“

  28. m says:

    Apr 10, 2015

    Antworten

    Danke für den Tipp!

  29. […] Faules Gemüse | fem* – feministisches Debattenmagazin […]

  30. […] auf Youtube jetzt als “Vegangsta” in Sexismus macht, war mächtig was los. Feministische Blogs griffen das Thema auf, die Social Media Gemeinde kommentierte fleißig und Hildmann selbst stand […]

  31. Angelika Mallmann says:

    Mai 7, 2015

    Antworten

    Super Artikel! Das sieht mensch ja auch bei Peta leider immer wieder, dass zwar Engagement und Bewusstsein für Tiere und Veganismus da ist, aber leider nicht für die Diskriminierung und Verachtung von Frauen.

    Wir EMMAs haben Attila Hildmann übrigens genau deshalb zu unserem „Pascha des Monats“ gemacht, siehe http://www.emma.de/artikel/pascha-des-monats-attila-hildmann-veganer-329977

  32. Jen says:

    Mai 25, 2015

    Antworten

    Ich will keine Trolle füttern, neun das sollte ich nicht…und doch werde ich meinen Beitrag zu dem Anti(-alles was er aufgeführt hat) schreiben, denn ich will es jetzt gerne meinen Gedankengang dazu kundtun:

    Lieber Achim, es mutet ja bereits an dass dein Engagement nicht nur im humanistischen Bereich grenzenlos scheint und du den Versuch betreibst auf vielerlei Mängel auf unserem Planeten hinreichend aufmerksam zu machen.
    Das die Damen dieser Seite und anscheined sonst wo im Internet die weitern von Menschen dargestellten Ansichten nicht so umfassen sind, wie du es dir wünscht, ist ein Makel, der der menschlichen Spezies obliegt. Wir sind nicht Gott und nicht perfekt und doch unendlich perfekt wie wir gerade sind, in dem was wir tun.

    Wenn du von – bitte entschuldige, ich nehme jetzt nur ein Beispiel und werde nicht allumfassend sein – zB Antirassismus sprichst, wofür genau stehst du dann ein? Denn ich verstehe dass so, wenn ich gegen Rassismus bin, dann ist in meinem persönlichen Denken die Einstellung präsent, dass Rassisten alle andersgläubigen, nichtdeutschen, migrierte, behinderte nicht akzeptieren und aus ihrem Näherem, vll. sogar aus Deutschland zu verbannen. Also wenn ich dann Antirassist bin, bin ich dann automatisch für behindert, migrierte, nichtdeutsche und andersgläubige und akzeptiere sie so wie ich mich selbst im idealfall akzeptiere? Oder bin ich einfach nur gegen die Menschen die den Rassismus propagieren? Oder habe ich vll. in einer anderen Lebenssituation eine Art Rassismus, indem ich nicht vollwertige Veganer wegen ihren Lederschuhe oder Naturborstenbürsten nicht akzeptieren kann vll sogar beschimpfe und versuche meine Meinung diesen vermeintlich irrgeleiteten Menschen aufzudrücken?
    Ist das nicht Arrogant zu behaupten, dass die eigene Meinung unbedingt die Richtige ist? Ist nicht jedes Extrem egal ob links oder rechts eingeschränkt und wird dann nicht eine freie Diskussion über das, was ich persönlich in meinem Leben benötige um mich fei zu fühlen in Frust enden?

    Jeder Mensch ist ein Unikat und wir alle wirken irgendwie untereinander und miteinander wodurch sich immer mehr verschiedene möglichkeiten, sichtweisen und notwendigkeiten ergeben.

    Keiner kann sich frei sprechen, nicht Arrogant zu handeln, indem die eigene Sicht der Dinge irgendwie jemand anderen aufgedrückt wird.

    Lieber Achim: Hier dein Fazit: Nur weil du soviel Anti- Kundtust bist du kein deut besser…

    Gute Nacht Jen

  33. […] fem* – feministisches Debattenmagazin: Faules Gemüse […]

  34. […] und picknicken. Ich bringe einen Karottenkuchen mit, nach einem Rezept von Attila Hildmann. (Auch wenn ich kein großer Fan von ihm persönlich bin, gibt es doch einige Rezepte von ihm, die ich immer wieder […]

  35. […] Feministinnen verbieten lassen will. Besonders deutlich ist dies unter den Kommentaren zu meinem Vegangsta Artikel geworden, in dem ich auf die sexistische Kunstfigur „Vegangsta“ von Kochbuchautor und Veganguru […]

  36. […] und picknicken. Ich bringe einen Karottenkuchen mit, nach einem Rezept von Attila Hildmann. (Auch wenn ich kein großer Fan von ihm persönlich bin, gibt es doch einige Rezepte von ihm, die ich immer wieder […]

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