liesdies_weissBislang haben wir Links immer nur untereinander geteilt. Warum eigentlich? Wir finden: Vieles verdient, auch von euch gelesen und gesehen zu werden.

In den vergangenen Tagen haben so einige Themen unser aller Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Da wäre zum einen der Mauerfall. Erstaunlich unpolitisch waren die Feierlichkeiten rund um dieses sehr politische Ereignis. Dafür war es aber fast unmöglich, nicht einen einzigen der abertausenden Rückblicke auf die DDR anzuschauen, zu lesen oder zu hören. Was dabei auffiel: Nur sehr wenige beleuchteten den Fakt, dass der Feminismus in der DDR ein gutes Stück weiter gekommen war als in der damaligen BRD – und dass die Wende für die Frau ihn vielerlei Hinsicht einen Rückschritt bedeutete. Wo genau sich die BRD eine Scheibe von der DDR hätte abschneiden sollen, hat Katrin Gottschalk für die Frankfurter Rundschau aufgeschrieben.

Zum anderen ist da der Shitstorm rund um den Hashtag #emmaistfürmich gewesen, über den wir uns schon zu genüge ausgelassen haben. Doch so entzweit die Feministinnen hier gewirkt haben, es hat uns auch erneut geeint gegen Maskulisten. Und es gilt sich weiter zu einen: Gegen sogenannte Pick-up-Artists und Seminare, in denen sie ihre fragwürdige Lehre verbreiten.

Und dann war da der zweite Teil dieses Interviews in der noch relativ neuen Journalisten-Community Krautreporter mit einer ehemaligen Prostituierten, die fordert, dass Prostituierte in die Debatte rund um einen möglichen Prostitutionsverbot mehr einbezogen werden. Denn zwischen Wörtern wie Sexpositivismus und Zwangsprostitution kommen diejenigen, die es betrifft, viel zu selten zu Wort. Schwierig ist es vor allem, denen ein Sprachrohr zu verleihen, die unter diesem Job tatsächlich leiden. Diesbezüglich solltet ihr auch unbedingt die schon nicht mehr ganz so neue Reportage über einen Prostituiertentreff in Stuttgart lesen.

Um wieder zu einem etwas leichteren, dafür lokaleren Thema zu kommen: Kürzlich berichteten wir über die wenig durchdachte sexistische Werbung von Radio Darmstadt. Passend dazu und ebenfalls von einem lokalen, nämlich hessischen Sender diese… eh… sexistische Kackscheiße:

Bild: Radio BOB

Aber damit wir nicht mit sowas Unerfreulichem enden, hier eine schon etwas ältere, aber sehr bewegende Rede der famosen Chimamanda Ngozi Adichie:

 

Foto: Radio BOB

*in, *innen, *r, *ren, *er, *eren, *n und *en – wann immer ihr dieses Sternchen seht, ist jede und jeder gemeint.


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