femtastisch1„Von Natur aus friedlich“ – 2001 fällt das vorletzte Berufsverbot für Frauen.

Bis zuletzt sind die Grünen dagegen, aus der Linken und der Frauenbewegung gibt es Anfeindungen gegen die seit 1978 von Alice Schwarzer erhobene Forderung. Am 1. Januar 2001 fällt nun das vorletzte Berufsverbot für Frauen. Ihnen steht damit der Weg in die Bundeswehr offen. Sie können sogar Kampfschwimmerin werden und die Offizierslaufbahn einschlagen.

Verantwortlich dafür ist Michaela Geiger (CDU), Staatssekretärin im Verteidigungsministerium, die Tanja Kreil auf ihrem Weg durch alle juristischen Instanzen unterstützt und das Recht auf Frauen in der Bundeswehr einklagt. Das sehen bei Weitem nicht alle so. Frauen seien schließlich „von Natur aus friedlich“ behaupten die Befürworterinnen und Befürworter des Berufsverbotes. Damit halten sie am alten Idealbild der Frau fest. Die Frauen sehen das anders. Schon vor dem 1. Januar 2001 durchlaufen über 5.000 Frauen die Auswahlverfahren, heute dienen rund 19.000 Soldatinnen in der Bundeswehr (2006: 6.700). Das sind zehn Prozent aller Berufs- und Zeitsoldaten*. Alice Schwarzer geht es als überzeugte Pazifistin um die Wahlmöglichkeiten der Frau. Sie sollen auch verweigern dürfen und damit ihre Meinung ausdrücken können.

Das bis heute letzte Berufsverbot in Deutschland ist übrigens das katholische Priesteramt.

*in, *innen, *r, *ren, *er, *eren, *n und *en – wann immer ihr dieses Sternchen seht, ist jede und jeder gemeint.


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